Klimafreundliche Mobilität

 

Im Jahr 2020 wurde weltweit mehr als 131 Milliarden Pakete versendet. Doch je mehr Paket versendet werden, desto höher steigen gleichzeitig die Emissionen. Umso essentieller ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Beispielsweise einen Versanddienstleister auswählen, der klimaneutralen Versand anbietet. Dafür hat der Paketdienstleister 2 Möglichkeiten: Entweder es werden im Voraus Methoden des Transportes gewählt, die CO2-Emissionen vermeiden oder es wird nachträglich kompensiert. Der erste Weg ist aus ökologischer Sichtweise die bessere Wahl, da z.B. Wälder zwar aufgeforstet werden können, aber erst nach einigen Jahrzehnten CO2 binden. Meistens werden jedoch beide Methoden kombiniert, da schlichtweg die Technologien und die Infrastruktur für einen emissionslosen Transport fehlen.

Wie nachhaltig sind die Versanddienstleister in Deutschland?

Deutsche Post/DHL:

  • Pakete im Inland klimaneutral, Pakete von Privatkunden Label "GoGreen"
  • Aufpreis für klimaneutrale Versendung ins Ausland (EU 20 Cent und weltweit 70 Cent)
  • Unterstützung zertifizierte Klimaschutzprojekte für nicht vermeidbare Emissionen: Deutsche Post DHL Group | Klimaschutzprojekte (dpdhl.com)
  • Ziel: alle Emissionen bis 2050 auf netto null bringen z.B. klimaneutrale Gebäude, E-Fahrzeuge erhöhen, Anzahl E-Trikes erhöhen oder nachhaltigen Flugkraftstoff erhöhen

GLS:

  • innerhalb Deutschland klimaneutraler Versand unter dem Programm "KlimaProject"
  • Ausgleich Emissionen über Primaklima
  • 1,7 % der Flotte mit alternativen Antrieben aktuell
  • Aber Kritik durch Zusammenarbeit mit Subunternehmen

DPD:

  • jedes Paket ist klimaneutral
  • Ausgleich nicht vermeidbarer Transportemissionen mit Investition in Projekte zu erneuerbaren Energien und nachhaltiger Energieerzeugung, Fokus auf Kompensieren
  • Einsatz Ökostrom
  • aber: nur ein 1% Vertriebsflotte aus Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotor
  • Zusammenarbeit mit Subunternehmen vor Ort, deren Arbeitsbedingungen und Löhne in der Kritik standen
  • 2021 erstes grünes Depot bei Memmingen

UPS:

  • Aufpreis von 12 Cent für klimaneutralen Versand mit „carbon neutral“
  • Ausgleich durch Unterstützung von Projekten zur Wiederaufforstung, Vernichtung von Methan/Deponiegasen und Abwasseraufbereitung
  • Aber: kaum Transparenz zum Thema auf der Website

Hermes:

  • Zertifizierte Klimakompensation für Händler buchbar seit 2015 für Geschäftskunden mit Aufpreis, Unterstützung weltweiter Aufforstungs-, Brunnen- oder Kochprojekte
  • Seit 2021 klimaneutraler Versand für Privatkunden inklusive
  • Ziel: emissionsfreie Zustellung bis 2025 in den größten 80 Städten
  • Luft nach oben: 2.000 Elektro-Vans gegenüber 800 Millionen Sendungen mit normalen Lieferwagen

Fazit

Informiere dich im Voraus über den Versanddienstleister, um klimafreundlicher Pakete zu versenden. Dir sollte gleichzeitig bewusst sein: die Anbieter lösen nicht unser Umweltproblem, wenn wir weiterhin so viel konsumieren wie zuvor. Denn auch wenn der Versand klimaneutral ist, entstehen weitaus mehr Klimakosten vor allem bei der Herstellung von Produkten. Denn Fakt ist - Die ökologischste Bestellung oder Versendung ist und bleibt die, auf die du ganz verzichtest.

 

Quelle:

Klimaneutraler Versand: Wer bietet ihn an? Was bringt er? - Utopia.de

Nachhaltige Versanddienstleister im Vergleich (liefergruen.de)

Paketdienste - Marktanteile in Deutschland | Statista

 

Lade dir jetzt die kostenlose cleema-App herunter und rette das Klima.
Je mehr Leute die cleema App nutzen, desto besser fürs Klima und Dresden.