Energie - Wasser - Wärme

 

Pflanzen sind bei uns allen beliebt, da sie nachweislich Stress und Kopfschmerzen reduzieren sowie für einen besseren Schlaf, sauber Luft, mehr Konzentration und positive Energie sorgen. Doch die meisten von uns haben beim Pflanzenkauf noch nie die Zucht oder Herkunft hinterfragt. Denn was uns zunächst nachhaltig erscheint, ist es auf den zweiten Blick leider nicht, denn bei dieser hohen Nachfrage werden auch viele Ressourcen verbraucht. Die Pflanzen haben meist lange Transportwege und damit einen hohen CO2-Ausstoß hinter sich und die Natur wird zusätzlich belastet durch den Einsatz von umweltschädlichen Pestiziden beim Anbau. Um die klimatischen Bedingungen aus den Herkunftsländern herzustellen, müssen außerdem Gewächshäuser angelegt werden, die viel Wasser und Strom verbrauchen.

Dir können nachfolgende Tipps helfen, beim Thema Pflanzen auf mehr Nachhaltigkeit zu achten.  

nachhaltiger Kauf von Pflanzen

  • Kaufe heimische Pflanzen aus regionaler Züchtung z.B. bei einer zertifizierten Biogärtnerei oder in Unverpacktläden.
  • Hinterfrage die Züchtung beim Verkäufer z.B. wird Erdwärme und Regenwasser genutzt und werden die Pflanzen mit Pestiziden behandelt?
  • Achte auf Siegel bei Pflanzenzucht z.B. das niederländische Umweltprogramm MPS (Milieu Programma Sierteelt) für nachhaltige Produktion im Gartenbau oder das Siegel EU-Bio-Logo, das Bio-Siegel oder die Logos verschiedener Bioverbände wie Demeter, Naturland oder Bioland.
  • Auch Online gibt es Möglichkeiten, nachhaltig angebaute Pflanzen zu kaufen. Anbei eine Liste mit Bezugsadressen von Samen und Pflanzengut aus ökologischer Erzeugung

Selbst anpflanzen und Pflanzen tauschen

  • Du kannst Pflanzen aus ökologischem Saatgut, selbstgesammelten Samen in der Natur oder Samen aus Essensresten selbst anpflanzen.
  • Du kannst eigene Pflanzen vermehren, indem du z.B. aus Ablegern neue Pflanzen bildest.
  • Tausche Pflanzen, Ableger, Stecklinge oder Töpfe offline mit Freunden, auf Bauernmärkten und Pflanzenflohmärkte oder online in Netzwerken wie bei ebay Kleinanzeigen, in Facebookgruppen oder Pflanzentauschbörsen, z.B. bei Tauschgarten.de.

Nachhaltigere Pflanzenerde

  • Kaufe torffreie Blumenerde, aufbereitete Holzfasern, Hornspäne, Lupinen, Rizinusschrot oder Kokoserde (bei der aber CO2-Emissionen bei Import ausgestoßen werden) oder nutze gekaufte oder eigene Komposterde.
  • Kaufe lokale Erde bei städtischen Wertstoffhöfen und Kompostanlagen, bei bäuerlichen Betrieben, Friedhöfen oder bei Ebay-Kleinanzeigen Erdaushub oder Mutterboden

Nachhaltigere Pflanzentöpfe

  • Achte beim Kauf von neuen Pflanzentöpfen z.B. biologisch abbaubares Material wie Altpapier, Holzfasern und Hanf, oder andere Materialien wie aus Ton. Nicht selten werden diese mit erdölbasierenden Verbundstoffen, damit handelt es sich nicht durchweg um ökologisch nachhaltige Produkte.
  • Kaufe Pflanzentöpfe Second Hand z.B. auf Flohmärkten.
  • Wenn du schon Kunststofftöpfe verwendest, sollten es stabile Töpfe sein, die du mehrmals verwendest und aus recyceltem Plastik bestehen.

Pflanzenschutz und -pflege

  • Kenne deine Pflanzen und berücksichtige wie oft du sie gießen musst und stelle sie an einen geeigneten Standort, um möglichst lange etwas von ihnen zu haben oder sie vorm Sterben zu bewahren.
  • Nutze natürliche Mittel, um deine Pflanzen vor Krankheiten zu schützen. Hier findest du einen Artikel vom Bund für weitere Tipps: Biologische Pflanzenschutzmittel .

 

Quellen:

https://mobilane.com/de/nachrichten/10-vorteile-von-zimmerpflanzen/

https://www.bergamotte.de/grunes-tagebuch/pflanzen/tipps-pflege-pflanzen/nachhaltige-zimmerpflanzen-was-macht-sie-aus

https://www.waschbaer.de/magazin/nachhaltige-zimmerpflanzen/

https://wohnglueck.de/artikel/nachhaltige-zimmerpflanzen-39745

https://minzawillsommer.de/oekologisch-nachhaltige-pflanzen-fuer-zuhause-balkon-und-garten/

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/zimmerpflanzen-umwelt-belastung-nachhaltigkeit-100.html

 

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