Energie - Wasser - Wärme

 

Wer hätte das gedacht? Gefrorene Nahrungsmittel sind klimafreundlicher als ihr Ruf. Laut einer Studie des Öko-Instituts (2012) unterscheiden sich die Gefrierprodukte im Hinblick auf die Klimabilanz nicht signifikant von anderen Produkten. Entscheidend ist das Verhalten des Verbrauchers bei Einkauf, Lagerung und Zubereitung.

Tiefkühlprodukte sind nicht klimaschädlicher als ihre Vergleichsprodukte, etwa aus dem Glas oder der Dose, oder frisch zubereitete Gerichte. Transport und Lagerung von minus 18 Grad Celsius kalter Ware belasten die Klimabilanz nicht so stark wie häufig angenommen. Für den Vergleich sahen sich die Freiburger den kompletten Produktzyklus verschiedener Lebensmittel an: von der Ernte, Verarbeitung, Lagerung und dem Transport bis hin zur Zubereitung beim Endkunden.

Bei Gerichten mit mehreren Zutaten fällt das Ergebnis ähnlich aus. Wer selbst kocht, erhält vielleicht ein besseres Geschmacksergebnis, aber klimafreundlicher verhält er sich damit nicht. Je höher der Fleisch- und Milchanteil in deinem Essen, desto höher ist die Klimabelastung - unabhängig davon, ob man sich für ein TK-Produkt, ein Konservenprodukt oder fürs Selbermachen entscheidet. 

Die Studie orientiert sich an ganz normalen Haushalten. Wer strikt auf saisonale und regionale Zutaten achtet und mit dem Fahrrad oder zu Fuß einkauft, kommt sicher zu besseren Ergebnissen.

Tipps für den Einkauf und zu Hause

  • Einkaufsfahrten sorgfältig planen, bevorzugt mit dem Fahrrad fahren.
  • Die Lebensmittel aus der Tiefkühlabteilung sollten erst am Ende des Einkaufes in den Wagen.
  • Bei längeren Wegen und hohen Temperaturen für den Transport eine Isoliertasche verwenden
  • Kühlgeräte immer nur kurz öffnen und regelmäßig abtauen
  • Warme Speisereste vor dem Einfrieren immer erst abkühlen lassen
  • Tiefkühlware bei Bedarf über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen
  • Achte bei der Anschaffung eines Kühlgerätes auf die Effizienzklasse A++ oder A+++.
  • Die Temperatur sollte nicht tiefer eingestellt sein als nötig.

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