Bewusster Leben

Wildblumen für Dresden

Lange schon ist ein steter Rückgang und vielmals sogar der Verlust von Tier- und Pflanzenarten zu verzeichnen. Lebensräume verschwinden oder verändern sich ungünstig. Ursachen dafür gibt es viele: Nutzungsänderungen in der Landschaft wie z.B. großflächige Bauprojekte, Waldrodungen, Beseitigung von Landschaftsstrukturelementen, großflächiger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Monokulturen oder gestörte Nährstoffkreisläufe.

„Biologische Vielfalt“ bzw. „Biodiversität“ sind Begriffe, die mittlerweile wohl jeder von euch schon mal gehört hat. Meist im Zusammenhang mit dem Verlust derselben. Was kannst du in Dresden tun, damit die Stadt bunt und vielfältig aufblüht? Wir stellen dir zwei Möglichkeiten kurz vor:

Dresdner Projekt als Pflanzpat*in unterstützen

Mit dem Projekt „Urbanität & Vielfalt“ will das Umweltzentrum Dresden gemeinsam mit Dresdner*innen einen Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt leisten und ganz praktisch etwas tun: Ihr bekommt Wildpflanzensamen, die ihr in eurem Garten, auf dem Balkon, im Grunde überall aussäen könnt und sollt.

Seit Beginn des Projektes hat die Initiative auf 18 Flächen insgesamt fast 6.000 gefährdete Wildpflanzen ausgebracht. Auch 2021 kannst du Pflanzpat*in werden. Weitere Informationen zum Mitmachen und aktiv werden kannst du hier: http://www.uzdresden.de/de/projekte/artenschutz/urbanitat-vielfalt/


Eine Wildblumenwiese im eigenen Garten

Eine Wildblumenwiese anzulegen, ist kein Ding. Nachdem ihr einen Platz für das neue Schmuckstück gefunden habt, solltet ihr die Größe der Fläche ausmessen. Denn davon  hängt ab, wieviel Saatgut ihr braucht. Wichtig bei der Wahl der Samen  ist, dass es sich um regionales Saatgut heimischer Pflanzen handelt. Wer  es unkompliziert mag, kann ökologisch produzierte Sämereien auch ganz einfach und schnell online bestellen.

Mehrjährige  Pflanzen, auch Stauden genannt, lassen sich übrigens sehr gut mit einjährigen  heimischen Wildpflanzen mischen. Wenn du eine vorgemischte Variante wählst, dann musst du darauf achten, dass sie nur aus heimischen Pflanzen besteht, denn sonst können Insekten und Vögel oft wenig damit  anfangen.

Säen, pflanzen oder stecken?

Eine gesäte Blumenwiese entwickelt sich zwar meist unerwartet schön, aber etwas Geduld braucht es schon. Wer ungeduldig ist, kann noch vor dem ersten Frost Blumenzwiebeln stecken und dann im Frühjahr aussäen. Bärlauch, Buschröschen, Gelbes  Buschwindröschen, Hohler Lärchensporn und Winterlinge fühlen sich auf  normalen nährstoffreichen Flächen im Halbschatten und Schatten sowie  unter Gehölzen sehr wohl! Für sonnigere Stellen im Garten, an denen es  etwas trockener ist, kann man den allseits bekannten Schnittlauch, die  Traubenhyazinthe sowie die Wiesenschlüsselblume einsetzen oder einsäen.

 

 

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