Nachhaltige Finanzen

 

ESG – steht nicht nur für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, sondern auch die Veränderung von der Gesellschaft, der Wirtschaft und damit auch der Bankenlandschaft. Zum einen durch die regulatorischen Anforderungen, aber auch durch Stakeholder wie die Kunden, die immer mehr nachhaltige Produkte und Transparenz fordern, nimmt das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmende Bedeutung beim Thema Finanzen ein. Nachhaltigkeit beeinflusst dabei sämtliche Bereiche in den Banken - von der Produktpalette, über das Engagement nach Außen, bis zum Risikocontrolling. Die Herausforderung besteht dabei, sämtlichen Anspruchsgruppen gerecht zu werden, obwohl entsprechende Standards für die Erfüllung der ESG-Kriterien noch nicht vollständig durch Regulierungsbehörden definiert wurden. Die Begriffe ESG und Nachhaltigkeit werden deshalb unter den Banken unterschiedlich interpretiert.

Wie kann eine Bank dennoch nachhaltig agieren?

Zunächst ist ein gemeinsames Verständnis und die Bedeutung von Nachhaltigkeit innerhalb der Bank und für die Stakeholder der Grundstein, um das Thema im Geschäftsmodell zu verankern und eine Nachhaltigkeitsstrategie mit entsprechenden Maßnahmen festzulegen. Das Ziel dabei ist es, strategische und operative Entscheidungen unter Berücksichtigung von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen dieser Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel kann die Bank umweltfreundliche und soziale/ethische Kriterien festlegen, die bei der Vergabe von Krediten oder bei der Auswahl von Geldanlageprodukte berücksichtigt werden. Dabei sollten diese Auswahlkriterien für dich stets transparent sein, damit du nachvollziehen kannst, wofür dein Geld eingesetzt wird und welche Unternehmen unterstützt werden. Es gibt auch andere beispielhafte Maßnahmen, die eine nachhaltige Bank berücksichtigen kann:

1.im Geschäftsbetrieb

  • Schonender Umgang mit Ressourcen
  • Abfall und Verpackung reduzieren
  • Papierloses Büro
  • Nutzung erneuerbare Energien für die Stromversorgung

2. bei Kundenprodukten

  • nachhaltige Geldanlage
  • klimaneutrales Girokonto
  • Mitbestimmung der Kunden bei der Vergabe von Krediten

3. im Eigengeschäft

  • Umsetzung und Festlegung nachhaltiger Kriterien für die Geldanlagen der Bank

4. Personal

  • Personalentwicklung durch Schulungen und Förderungen
  • Vereinbarkeit Beruf und Familie mit Teilzeitangeboten
  • betriebliche Gesundheitsförderung
  • flexible Arbeitszeiten
  • Chancengleichheit

5. Engagement für die Gesellschaft

  • Förderung von Umwelt- und Sozialprojekten sowie Vereine

Nun bist du gefragt: Schau‘ nach, was deine aktuelle Hausbank zum Thema Nachhaltigkeit beiträgt und finde heraus, ob sie deine eigenen Werte und Vorstellungen unterstützt. Wenn das nicht der Fall sein sollte, kannst du zu einer nachhaltigeren Bank wechseln. Der Fair Finance Guide kann dir eine Unterstützung geben und vergleicht ausgewählte Banken zum Thema Nachhaltigkeit in über 280 Kriterien.

https://www.fairfinanceguide.de/ffg-d/start/

 

Quellen:

7 nachhaltige Banken Vergleich 2021 » Öko- & Ethikbanken Test (hermoney.de)

Was Sie über ESG-Risiken in Banken wissen sollten (management-circle.de)

ESG-Reporting bei Banken und Auswirkungen auf die Finanzfunktion | KPMG Digital Hub

Was bedeutet ESG für die Finanzbranche? | BankingHub

https://www.gruender.de/gruendung/nachhaltige-unternehmen/

https://nrole.de/2020/07/22/100-massnahmen-nachhaltigkeit-im-unternehmen/

https://www.getapp.de/blog/1989/nachhaltigkeit-in-unternehmen-masnahmen-und-tools

 

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