Nachhaltige Finanzen

 

Noch immer werden Menschen aus dem Finanzsystem ausgrenzt, beispielsweise rund 80 % der Menschen aus Afrika und 65% aus Südostasien haben keine Bankbeziehung. Mikrofinanzierungen sind eine Art des sogenannten Impact-Investing, die diese Lücke schließen wollen. Die Mikrofinanzinstitute geben dabei Kredite ohne Sicherheiten an kleine Unternehmen mit spannenden Geschäftsideen, die sich wirtschaftlich entwickeln sollen. Die sehr kleinen Kredite werden mit weniger als 100 USD bis 1.500 USD für eine kurze Laufzeit von 3-18 Monaten gewährt. Je nach Kreditwürdigkeit und Risiko werden sehr hohe Zinsen von 20-40 % p.a. verlangt.

Rendite erwirtschaften und Gutes tun?

Das benötigte Geld für die Mikrokredite kann auf unterschiedlichen Wegen auch bei privaten Anlegern eingeholt werden. Zum Beispiel können Fondsanteile gekauft werden, indem das Geld gesammelt und an Mikrofinanzbanken vor Ort gegeben wird, die Mikrokredite zur Verfügung stellen. Meist wird auch mit mehreren Mikrofinanzinstituten zusammengearbeitet, um Risiken zu minimieren. Die Anleger werden an den Gewinnen aus den Zinszahlungen aus den Krediten beteiligt. Eine andere Alternative ist beispielswiese Genossenschaftsanteile an einer Mikrofinanzorganisation zu erwerben mit Anspruch auf regelmäßige Dividendenzahlung.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Menschen erhalten Zugang zu Finanzdienstleistungen wie Krediten und es werden durch die gegründeten Unternehmen Arbeitsplätze geschaffen. Damit können auch die weltweilten Entwicklungsziele weiter vorangetrieben werden, beispielsweise der Kampf gegen weltweite Armut und Ungleichheit. Damit kann auch die Gesellschaft der Länder im Hinblick auf finanzielle Sicherheit und Bildung weiterentwickelt werden. Da viele Kleinstkredite ausgegeben werden, können die Kreditrisiken gestreut werden und die Kreditausfallraten sind vergleichsweise gering. In den letzten Jahren hat sich diese Investition als sicher erwiesen.

Kritische Stimmen merken an, dass die strukturelle Armut durch die Mikrokredite nicht beseitigt wird. Dies kann nur erfolgen, wenn auch eine verantwortungsvolle Beratung und die Kreditnehmer hinsichtlich Finanzplanung und betriebswirtschaftlicher Umgang geschult werden, um den Grundstein für eine selbstständige Tätigkeit zu legen. Die verlässliche Rückzahlung der Kredite soll auch auf den sozialen und wirtschaftlichen Druck zurückzuführen sein.

Als Anleger hast du es in der Hand: Entsprechen die Laufzeit, Rendite und Risiko mit meinen Wünschen überein? Möchte ich diese marktwirtschaftliche Form der Entwicklungshilfe unterstützen? Prüfe vor einer Investition, welchen Gesellschaften du dein Geld anvertraust und ob diese die Vorstellungen einer sozialen Wirkung umsetzen. Dabei sind die Informationen zur transparenten Vergabe der Kredite, zu Kosten und Rendite wichtig. Beschäftige dich eingehend mit der Anlageform und lass dich zu den Chancen und Risiken von Finanzspezialisten beraten.

 

Quellen:

https://wertwende.de/ethische-anlagen/mikrofinanzierung/

Was ist Mikrofinanzierung? - Mikrokredit - Deutschlands marktführendes Mikrofinanzinstitut (indaro-mikrofinanz.de)

https://www.fuer-gruender.de/kapital/fremdkapital/fremdkapitalgeber/mikrokredit/mikrofinanzierung-ursprung/

https://spiegato.com/de/was-ist-eine-mikrofinanzinvestition#:~:text=Eine%20Mikrofinanzinvestition%20hat%20das%20Potenzial%2C%20f%C3%BCr%20Anleger%20zweifache,sodass%20sie%20zu%20einer%20sozial%20verantwortlichen%20Investition%20wird

https://www.vzhh.de/themen/finanzen/ethisch-oekologische-geldanlage/mikrofinanz-geldanlage-sinn-ohne-risiko

 

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